Weiterbildung
Qualifizierung – Schlüssel zum Erfolg
Berufliche Qualifizierung steht für die Unternehmen der M+E-Industrie weit oben auf der Tagesordnung. In die Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten investiert die M+E-Industrie pro Jahr rund 7 Mrd. Euro. Damit steigt der Anteil der Fachkräfte an allen Beschäftigten seit langem kontinuierlich. Insbesondere die berufliche Weiterbildung hat seit vielen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Pro Beschäftigte und Jahr wenden die Betriebe der M+E-Industrie dafür im rechnerischen Durchschnitt ca. 1.035 Euro auf. Das ist deutlich mehr als im Schnitt der Gesamtwirtschaft.
Bei der Planung und Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen lässt sich die M+E-Industrie von den folgenden Erfahrungen und Vorstellungen leiten:
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Qualifizierung ist für die M+E-Industrie das entscheidende Mittel zur Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft.
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Eine hohe Qualifikation der Mitarbeiter ist der wichtigste Standortvorteil, den die M+E-Industrie im internationalen Vergleich einsetzen kann.
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Qualifizierung ist ein wichtiger Baustein zur positiven Gestaltung der Wechselbeziehung zwischen Mensch, Arbeit und Technik. Sie muss deshalb integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie sein.
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Betriebliche Weiterbildung muss zielorientiert sein. Betriebliche Prioritätensetzung bei begrenzten Ressourcen ist unverzichtbar.
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Berufliche Qualifizierung nutzt Betrieben und Beschäftigten gleichermaßen. Die Beteiligung der Mitarbeiter an den Kosten – etwa durch Einbringung von Freizeit – ist deshalb durchaus zumutbar.
Weiterbildung – das Engagement der M+E-Industrie
Nur mit qualifizierten Mitarbeitern können die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie im internationalen Wettbewerb bestehen und die Arbeitsplätze an ihren heimischen Standorten sichern. Deshalb haben die Unternehmen selbst ein elementares Interesse an der ausreichenden, bedarfsgerechten und zielorientierten Weiterbildung ihrer Mitarbeiter – auch ohne tarifliche Regelung. Entsprechend stark engagieren sich die Betriebe in der Qualifikation der Beschäftigten: Nach einer aktuellen Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln waren im Jahr 2010 rund 83 Prozent der M+E-Betriebe in der Weiterbildung aktiv. Die M+E-Industrie investiert Jahr für Jahr rund 28,6 Milliarden Euro in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Berufliche Weiterbildung sichert die Wettbewerbsfähigkeit des Betriebes und die Berufsfähigkeit der Mitarbeiter. Deshalb müssen die Lasten zwischen Betrieb und Mitarbeiter gerecht verteilt werden.
Qualifizierte in der M+E-Industrie
Die auf den arbeitsplatzbezogene berufliche Weiterbildung der Mitarbeiter ist ein Kernanliegen der M+E-Unternehmen zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft. Es gibt in der M+E-Industrie eine vielfältige betriebliche Praxis mit betriebsindividuellen Lösungen. Die Unternehmen geben im Jahr fast 4 Milliarden Euro für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter aus – im Durchschnitt sind das etwa 1.035 Euro pro Mitarbeiter. Die Weiterbildungskosten setzen sich aus zwei Posten zusammen:
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Die direkten Kosten, wie zum Beispiel die Honorare für das Lehrpersonal, die Lehrgangsgebühren und die Reisekosten.
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Die indirekten Kosten der Betriebe. Dazu zählt vor allem die Lohnfortzahlung für die Freistellung der Mitarbeiter.
Aufstieg im gewerblich-technischen Bereich
Durch die flacheren Hierarchien in der Betriebsorganisation ergeben sich neue Karrieremöglichkeiten innerhalb der sehr viel breiter gewordenen Facharbeiterebene. Es handelt sich quasi um einen „horizontalen Aufstieg“ hin zu mehr Kompetenz im Beruf.
Der Begriff „horizontaler Aufstieg“ klingt zunächst paradox. Er umschreibt aber sehr gut die betriebliche Realität. Facharbeiter zu sein und zu bleiben heißt nicht, während des gesamten Berufslebens am gleichen Platz zu arbeiten. Moderne Facharbeiter übernehmen zunehmend komplexere Berufstätigkeiten mit steigenden Anforderungen an unterschiedlichen Arbeitsplätzen. Aufstieg im Beruf bedeutet hier also: anspruchsvollere und neue Tätigkeiten sowie mehr Verantwortung übernehmen.
Neben diesen betriebsinternen Entwicklungsmöglichkeiten für Facharbeiter gibt es auch eine Reihe formalisierter Aufstiegsmöglichkeiten. Beispiele sind Industriemeister, Techniker, Ausbilder und Ingenieur.
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Industriemeister/in
Zum Besuch einer Meisterschule hat der Bewerber eine abgeschlossene Berufsausbildung und mehrere Jahre Berufserfahrung nachzuweisen. Meister sind verantwortlich für einen produktiven und störungsfreien Arbeitsablauf. Neben überdurchschnittlich guten Fachkenntnissen sind beim Industriemeister vor allem soziale Kompetenzen, Teamfähigkeit und Führungstalent gefragt.
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Techniker/in
Der Besuch einer Technikerschule eröffnet dem fachlich-theoretisch begabten Facharbeiter interessante Arbeitsplätze. Um eine staatlich anerkannte Technikerschule zu besuchen, sind mindestens zwei Jahre Berufserfahrung und gute Arbeitsleistungen nötig.
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REFA-Lehrgänge/in
Facharbeiter, die im industriellen Bereich einen Wechsel in die Bereiche Arbeitsvorbereitung, Arbeitsplanung und Ausbildung anstreben, können an so genannten REFA-Lehrgängen teilnehmen. REFA ist der Verband für Arbeitsstudien und Betriebsorganisation e.V.
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Ingenieur/in
An Fachhochschulen können junge Facharbeiter mit den entsprechenden schulischen Qualifikationen ein Ingenieurstudium aufnehmen. Voraussetzung sind überdurchschnittlich gute mathematisch-naturwissenschaftliche Kenntnisse.
Quelle: IW-Weiterbildungserhebung 2012