Das Studium für Praktiker
Ein duales Studium ist die ideale Antwort für alle Abiturienten, die sowohl eine Ausbildung als auch ein Studium absolvieren möchten. Denn dieses Modell verbindet eine betriebliche Berufsausbildung mit einem Studium an einer Hochschule oder an einer Berufsakademie in einer überschaubaren Zeit. Praktische Phasen der Ausbildung wechseln sich mit Theoriephasen des Studiums ab. Die Studierenden erhalten am Ende des ausbildungsintegrierten Studiums sowohl den Berufsabschluss als auch den Bachelor. Im Bereich Technik gibt es ausbildungsintegrierte Studiengänge, zum Beispiel in den Gebieten Mechatronik, Elektrotechnik, Maschinenbau, Papiertechnik, Bauingenieurwesen und vielen anderen.

Studium mit guten Jobchancen
Davon zu unterscheiden ist das praxisorientierte Studium. Studierende verbringen mindestens 40 Wochen der Studiengesamtzeit in einem Unternehmen. Allerdings erhalten Absolventen keinen berufsbildenden Abschluss, sondern ausschließlich den Studienabschluss. Die Duale Hochschule Baden-Württemberg bietet beispielsweise ein praxisintegriertes Studium an.
Voraussetzungen für ein duales Studium sind das Abitur oder die Fachhochschulreife und ein Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen, das in diesem Modell ausbildet. Das Studium ist sehr straff organisiert, sodass die Teilnehmer über ein gutes Zeitmanagement und eine ausgeprägte Disziplin verfügen sollten. Die Akzeptanz in der Wirtschaft wächst kontinuierlich.
Der Einstieg ins Berufsleben
Wenn ein Student rund die Hälfte der dreijährigen Studienzeit in einem Unternehmen arbeitet, gibt es zwar keine offizielle Verpflichtung zur Übernahme, trotzdem verbleiben rund zwei Drittel aller Absolventen in ihren Unternehmen. Profunde Kenntnisse der innerbetrieblichen Funktionalitäten, geringe Einarbeitungskosten und Heranbildung eines eigenen Führungsnachwuchses mögen einige der Gründe dafür sein. Mit einer Übernahme nach drei Jahren Zusammenarbeit kann sich der Arbeitgeber relativ sicher sein, dass seine Erwartungen an den Mitarbeiter auch in Zukunft erfüllt werden.
Ein duales Studium bietet klare Karrierevorteil
„Die Chancen, in unserem Unternehmen einmal in Führungspositionen aufzusteigen, sind hoch. Dafür gibt es genügend Beispiele“, ist Peter Schomakers, bei der Robert Bosch AG im Bereich Personalentwicklung für die Berufsakademie Technik und kooperative Studiengänge zuständig, überzeugt.
Neben den fachlichen Fähigkeiten lernen Studierende bereits während der Ausbildung all das, was für die erfolgreiche Berufsausübung wesentlich ist und häufig mit dem Begriff Schlüsselqualifikationen umrissen wird: Regelmäßiges Feedback anhand von strukturierten Beurteilungsgesprächen, Schulungen in Präsentationstechnik oder Moderation sowie spezielle Seminare zur Erhöhung der Sozialkompetenz tragen zur persönlichen Entwicklung bei.
„Unsere Studenten wirken aktiv in Projekten mit. Dazu gehört auch die Mitarbeit in den Fachabteilungen vor Ort oder beim Kunden. Dies fördert die Fähigkeiten im Bereich Prozess- und Projektmanagement sowie Team- und Kundenorientierung“, ergänzt Schomakers. So gibt es bei Bosch die Möglichkeit, bereits während des Studiums an einem ausländischen Standort eingesetzt zu werden, um ganz nebenbei Sprach- und interkulturelle Kompetenz zu optimieren.
Auch Petra Krüger, Leiterin Competence Center Ausbildung bei der Deutschen Telekom AG, sieht für ihre Absolventen dualer Studiengänge, wie beispielsweise dem „Bachelor of Engineering in Telekommunikationsinformatik“, beste Karrierechancen: „Unsere Studenten sind von Beginn an ‚Insider‘ und können so bereits während ihrer Ausbildung fachübergreifende Netzwerke im Unternehmen knüpfen. Damit haben sie nach dem Studium eine sehr gute Ausgangsposition für die weiteren Karriereschritte im Konzern. Wir unterstützen diese Entwicklung mit individuellen, auf Leistung und Potenzial abgestimmten Programmen, welche unter anderem Coaching durch Führungskräfte, Beteiligung an realen Kundenprojekten, anspruchsvolle Aufgaben oder Auslandseinsätze beinhalten”. Kontinuierliche Betreuung sowie feste Zielvereinbarungen zwischen dem Studenten und seinem Mentor sorgen bei der Deutschen Telekom für eine konsequente und systematische Förderung.
Kurz gesagt: Für den, der keine wissenschaftliche Karriere anstrebt, kann das duale Studium durchaus ein Karriere-„Booster“ und eine optimale Vorbereitung auf Führungspositionen im Unternehmen bedeuten. Das gilt insbesondere nach „Zünden der zweiten Triebwerksstufe“, einem zusätzlichen MBA-Studium im Anschluss an die ersten erfolgreichen Berufsjahre.
Der Karriere-Vorsprung im Überblick:
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Vorab-Qualifikation durch strenges Auswahlverfahren
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Kompaktes Studium – früher Berufseinstieg
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Frühzeitige Praxis- und Berufserfahrung
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Gezielte Förderung der persönlichen Entwicklung
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Optimale Vernetzung im Unternehmen