Die Metallberufe
Sechs Berufe, in denen sich alles um die Bearbeitung des Werkstoffes "Metall" dreht.
Ausgebildet wird in sechs Berufen. Wie bei den Elektroberufen gibt es seit der Neuordnung 2004 keine Fachrichtungen mehr. Allen industriellen Metallberufen gemeinsam ist die Endung „-mechaniker/in“. Ausnahme: Der/die Kraftfahrzeugmechatroniker/in. Die Bezeichnung „-mechatroniker/in“ verweist auf Tätigkeiten aus den Bereichen der Mechanik und Elektronik. Dieser Beruf wird sowohl in der Industrie als auch im Handwerk ausgebildet.
Die Ausbildung in den industriellen Metallberufen ist geprägt durch:
- Vermittlung gemeinsamer Qualifikationen für alle industriellen Metallberufe ("Kernqualifikationen") über die Dauer von 21 Monaten (50% der Ausbildungszeit) und ihre Verzahnung mit berufsspezifischen Qualifikationen (50% der Ausbildungszeit),
- Ausrichtung der Berufsprofile an betrieblichen Arbeits- und Geschäftsprozessen und neuen Qualifikationserfordernissen (z.B. eigenverantwortliche Disposition und Terminverwaltung, Qualitätsmanagement, Kundenorientierung, Anwendung englischer Fachbegriffe in der Kommunikation etc.)
- Ausrichtung an betrieblichen Schwerpunkt in Einsatzgebieten des jeweiligen Ausbildungsbetriebs
- Orientierung des Berufsschulunterrichts an konkreten beruflichen Aufgabenstellungen und Handlungsabläufen
- "gestreckte" Abschlussprüfung mit zwei Prüfungsteilen, bei der im Teil II erstmals ein betrieblicher Auftrag oder überbetrieblich entwickelte Aufgaben in den Mittelpunkt gestellt werden können.
Die industriellen Metallberufe unterscheiden sich von den gleichartigen Handwerksberufen durch die Art der Fertigung. Werden im Handwerk eher Einzelstücken oder kleinere Stückzahlen von einzelnen Produkten gefertigt, steht bei Industriebetrieben die Fertigung von Großserien oder von Großprodukten, wie Flugzeugen, Frachtschiffen oder Produktionsmaschinen und -anlagen im Vordergrund.
Die Ausbildungsdauer beträgt für alle Metallberufe einheitlich dreieinhalb Jahre.