IT-Ausbildung
Duale Ausbildungsberufe rund um die Informations- und Telekommunikationstechnik
Die IT-Berufe unterstützen zum einen den wirtschaftlichen Strukturwandel hin zur Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft, zum anderen die weltumspannende kommunikationstechnische Vernetzung der Märkte. Sie erschließen neue Beschäftigungsbereiche und sichern ein Ausbildungsangebot mit interessanten beruflichen Entwicklungschancen.
Marktmodell
Den IT-Berufen liegt ein Marktmodell der Anbieter von Produkten und Dienstleistungen und der branchenspezifischen Anwender der IT-Technologie im kaufmännischen, technischen und multimedialen Bereich zugrunde.
Markante Merkmale der Ausbildungsberufe

Entwicklung der IT-Berufe
Die IT-Berufe sind gekennzeichnet durch breit angelegte Qualifikationsprofile. Sie basieren auf einem ganzheitlichen Berufsbildungsverständnis, das sich an Geschäftsprozessen orientiert und an den Kundenbeziehungen ausrichtet.
Eine weitere wesentliche Bestimmungsgröße für die IT-Berufe ist die Sicherung einer kundenorientierten Dienstleistungsqualifikation. Die Qualifikationsvermittlung erfolgt daher vorrangig auftragsbezogen und möglichst kundennah. Ziel dabei ist in erster Linie, die Handlungskompetenz zu fördern.
Die Ausbildung
Der Auszubildende muss von Beginn an
-
Kontakte zu dem Kunden aufbauen können und lernen, sich auf die spezifischen Kundenbedürfnisse einzustellen, und
-
bei einer konkreten Leistungserstellung und Problemlösung beteiligt sein.
Mit zunehmender Ausbildung muss der Azubi
-
an umfassenden Leistungserstellungen und Problemlösungen prozessbegleitend mitwirken und
-
die Dienstleistung in die jeweiligen betrieblichen Ablaufphasen integrieren können.
Für alle vier IT-Berufe gibt es einen gemeinsamen Katalog von Kernqualifikationen, der Inhalte der Elektrotechnik und Elektronik, der Informatik und Betriebswirtschaft verknüpft. Die Kernqualifikationen werden über 18 Monate innerhalb der dreijährigen Ausbildungszeit vermittelt. Der Schwerpunkt liegt dabei im ersten Lehrjahr und nimmt mit der Ausbildungsdauer kontinuierlich ab.
Kernqualifikationen:
-
Informationen über Organisation und Abläufe des Ausbildungsbetriebes

Kern- und Fachqualifikationen
-
betriebswirtschaftliche Kenntnisse
-
Grundlagen der Arbeitsorganisation
-
breites Wissen über IT-Produkte und den IT-Markt
-
Verständnis für die Prinzipien der Dienstleistung und Kundenorientierung
-
Qualifikationen im Service und Support
-
exemplarische Kenntnisse in der Programmierung
-
Qualifikationen in der Inbetriebnahme und Administration von IT-Systemen und Anlagen
Die andere Hälfte der Ausbildungszeit dient dem Erwerb der berufsspezifischen Fachqualifikationen. Ein Wahlpflichtbereich wird der Vielfalt der beruflichen Einsatzfelder der IT-Berufe in unterschiedlichen Branchen, Betriebsgrößen und Organisationsformen gerecht und sichert gleichzeitig die notwendige fachliche Breite.
IT-Berufe - Prinzipielle Struktur der Qualifikationsvermittlung
Elf Lernfelder strukturieren die Lerninhalte der schulischen Rahmenlehrpläne. Die Lernfelder sind durch Zielformulierungen beschriebene thematische Einheiten, die sich an konkreten beruflichen Aufgabenstellungen und Handlungsabläufen orientieren. Ihr zeitlicher Umfang differiert von Beruf zu Beruf und richtet sich nach der jeweiligen qualifikatorischen Profilierung.