Ausbildungsvoraussetzungen
Gute Noten in Mathematik und Naturwissenschaften sind gefragt
Unternehmen in der M+E-Industrie wählen die Lehrstellenbewerber für den gewerblich-technischen Bereich nach diesen Kriterien aus:
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Fachliche Eignung
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Schlüsselqualifikationen
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Gesamteindruck
Bei Lehrstellenbewerbern zählt in erster Linie die fachliche Eignung für den gewählten Beruf. Interesse am Beruf und entsprechend gute Zeugnisnoten in Mathematik und den Naturwissenschaften, in Berufen mit starker Auslandsorientierung gute Fremdsprachenkenntnisse und das Begreifen von wirtschaftlichen Zusammenhängen sollten unbedingt vorhanden sein.
Schlüsselqualifikationen sind die berufsübergreifenden und überfachlichen Fähigkeiten eines Menschen. Man unterscheidet zwischen charakterlichen Eigenschaften, wie Leistungsbereitschaft, Team- und Kommunikationsfähigkeit, Zuverlässigkeit und auf die Arbeit bezogene Fähigkeiten, wie logisches und selbständiges Denken, planvolles Arbeiten, Kreativität und Konzentration. Den größten Wert bei der Einstellung legen Betriebe zunächst auf die charakterlichen Eigenschaften ihrer Azubis. Erst danach folgen die geistigen Fähigkeiten.
Ausbildungsbetriebe verlangen einen guten Haupt- oder Realschulabschluss. Solides Grundwissen - das ist wichtig. Aber auch Jugendliche, die schulisch nicht so erfolgreich und eher praktisch veranlagt sind, haben mit einer zweijährigen Ausbildung eine Chance in der M+E-Industrie. Es gibt immer mehr anerkannte Ausbildungsberufe mit einer Lehrzeit von zwei Jahren, zum Beispiel: Fachkraft für Metalltechnik, Industrieelektriker/in oder Maschinen- und Analgenführer/in. Bei guter Leistung ist der Umstieg in eine dreieinhalbjährige Ausbildung möglich. Und wer will, kann nach einigen Jahren Berufspraxis sogar die Meisterprüfung ablegen oder sich zum Techniker oder zur Technikerin weiterbilden.
Zusätzliche Pluspunkte erhalten Bewerber/innen, die eine Schnupperlehre oder Praktika vorweisen können. Genauso hoch bewerten Unternehmen ein soziales Engagement.
Berufsübergreifende Fähigkeiten
Die Unternehmen brauchen natürlich nicht nur Mitarbeiter, die das Einmaleins und das ABC beherrschen - mindestens genauso wichtig sind heute Persönlichkeit und soziale Kompetenzen. Denn in einer Arbeits- und Berufswelt, wo die Kunden individuelle Lösungen verlangen und wo die Innovationszyklen immer kürzer werden - kann nur der bestehen, der bestimmte persönliche Fähigkeiten mitbringt.
Wie sieht der ideale Facharbeiter von heute aus? Er sollte mit anderen diskutieren, eigene Ideen und Kompromisse einbringen sowie seine Arbeit richtig organisieren können. Wichtig sind zudem Qualitätsbewusstsein, Zuverlässigkeit, Selbständigkeit, Flexibilität und Lernbereitschaft. Kein Unternehmen wird von seinen Azubis sämtliche Eigenschaften in Vollendung verlangen. Aber jeder Jugendliche sollte wissen, dass für manchen Ausbildungsleiter diese berufsübergreifenden Fähigkeiten genauso wichtig sind wie ein gutes Zeugnis.