
Solaranlage
Mit über 23.000 Betrieben und rund 3,6 Millionen beschäftigten Mitarbeitern ist die
Metall- und Elektro-Industrie die bedeutendste Industriebranche in Deutschland. Zahlreiche Produkte der M+E-Unternehmen wie Autos, Flugzeuge, Mikrochips für Computer oder feinmechanische Erzeugnisse aus der medizinischen oder optischen Industrie sind aus dem heutigen, modernen Leben nicht mehr wegzudenken. Sie sind ein Teil unseres Lebens geworden.
Der Schwerpunkt der M+E-Industrie liegt vor allem im Bereich der Investitionsgüter wie Maschinen oder Anlagen. Konsumartikel, wie Unterhaltungstechnik oder Haushaltsgeräte, machen dabei nur einen geringen Anteil aus. Insgesamt erwirtschafteten die M+E-Unternehmen 2011 einen Umsatz von 997 Milliarden Euro. Neben den großen Hersteller und den hochspezialisierten Nischenanbietern sind die Unternehmen eher mittelständisch geprägt, denn 72 Prozent der Betriebe haben nur maximal 100 Mitarbeiter. Lediglich zwei von hundert Firmen beschäftigen mehr als 1.000 Mitarbeiter.
Betriebe: 23.599
Entgelte: 163 Milliarden Euro
Umsatz: 997 Milliarden Euro
Exporte: 634 Milliarden Euro (2011)
Beschäftigte: 3,64 Millionen (Jan 2012)
Die fünf größten Branchen nach Zahl der Mitarbeiter:
Maschinenbau: 965.000
Automobilindustrie: 801.000
Metallverarbeitung: 533.000
Elektrotechnik: 513.000
Feinmechanik, Optik, Uhren: 155.000
(Jahresdurchschnitte 2011)
Zudem gibt es den Stahl- und Leichtmetallbau, die Nichteisen-Metallerzeugung, die Luft- und Raumfahrtindustrie, die Informations- und Telekommunikations-Industrie, Gießereien, den Schienenfahrzeugbau sowie Schiffbau und Meerestechnik.
Die M+E-Unternehmen bilden die Fachkräfte von morgen aus. Rund 200.000 Jungen und Mädchen erlernen derzeit einen M+E-Beruf. Diese Zahlen zeigen, dass die M+E-Industrie in fast keinem anderen Industrieland eine vergleichbare volkswirtschaftliche Bedeutung hat wie in Deutschland.
Produkte „Made in Germany“ international gefragt

Fräsmaschine
Im Zuge der Globalisierung konnten sich die M+E-Unternehmen immer weiter vernetzen. Inzwischen werden rund 60 Prozent der Erzeugnisse ins Ausland gekauft. Zwei Drittel der Mitarbeiter arbeiten alleine nur für den Export. Umgekehrt spielen Zulieferer aus aller Welt eine große Rolle, denn der Anteil von ausländischen Komponenten und Einzelteilen in der M+E-Produktion steigt kontinuierlich.
Die Unternehmen hierzulande sind innovationsstark, produktiv und technologisch auf vielen Feldern führend. Deutschland exportiert Produkte in die ganze Welt. Die Produktpalette ist breit, die Servicequalität hoch und der direkte Bezug zum Kunden wichtig. Zudem sind die Beschäftigten hochqualifiziert, flexibel und motiviert. All diese Faktoren tragen dazu bei, dass die Produkte der Metall- und Elektro-Industrie „Made in Germany“ international so erfolgreich sind und auch in Zukunft erfolgreich bleiben.